Klein sein – klein beginnen

Jetzt schoss mir gerade eine Idee durch den Kopf. Ich habe vor einem Jahr ein Buch geschrieben, worin ich in 52 Schritten den Weg zum eigenen Lebensziel aufgezeigt habe. Ich habe dieses Buch nie vermarktet, weil ich noch nicht damit zufrieden bin. aber ich möchte die Schritte hier beschreiben und sie (vielleicht sogar gemeinsam mit anderen) noch einmal selbst gehen.

Es gliedert sich in vier Teile:

1. Das Alte verabschieden

2. Platz für das Neue schaffen

3. Den Weg suchen und finden

4. Mein Platz in der Welt

Eigentlich habe ich Vieles von dem, was ich damals geschrieben habe, fast schon wieder vergessen und Vieles für mich selbst nicht mehr berücksichtigt. Aber ich werde den Weg hier (öffentlich!) noch einmal gehen.

Schritt 1:

Stiller werden und hinhören

Hier geht es darum, die ganze Geräuschkulisse im Außen – so weit es geht – abzuschalten. Kein Radio, kein Fernseher, keine unnützen Gespräche. Für mich heißt das auch: Nicht mehr in meinen geliebten Internet Foren lesen, nicht mehr so viel mit meinen Freundinnen schwatzen und auch die google news nicht lesen.

Das will ich mal in den nächsten Tagen beherzigen.

Komisch eigentlich, dass ich jetzt das, was ich vor einem Jahr schon einmal aufgeschrieben habe, heute wieder benutzen muss um das zu erfahren, was ich schon einmal wusste…….

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Den Anfang finden

Wenn ich mir die Welt und meine eigene Kleinheit betrachte, so stellt sich zuerst die eine Frage: Wo soll ich anfangen damit, wenn ich etwas bewegen will?

Immerhin kann ich damit anfangen, dass ich einen Blog eröffne und stelle dann sogar fest, dass Menschen schreiben, die meinen word-rap gelesen haben und sich sogar Gedanken dazu gemacht haben. Das ist mehr, als ich erwartet habe.

Dann erkenne ich, dass ich mir klar werden muss, wo meine Aufgaben liegen könnten in diesem weiten Feld. Diese Fragen lassen sich im Außen nicht beantworten. Die Antworten muss ich in mir drin – in meiner Seele – finden.

Sind es die Tiere, für die ich mich einsetzten will? Sind es die Menschen? Speziell die Kinder? Will ich Grundlagen erforschen oder akute Not lindern? Will ich mich für die Umwelt einsetzen?

Danach kommt die nächste Ebene…. Glaube ich, dass wir alle Problem in der materiellen, der physischen Welt lösen können? Oder setze ich voraus, dass es nicht-materielle Ebenen und somit Wesenheiten gibt, die mithelfen würden? Wenn ja, wie komme ich damit in Kontakt?

Eines meiner Kinder hat viele Jahre mit Elementarwesen, also Zwergen, Elfen und Feen kommuniziert. Diese Wesen haben eine Intention. Sie würden mit den Menschen zusammen arbeiten wollen. Ich bin offenbar nicht in der Lage mit diesen Wesenheiten zu kommunizieren. Woher kann ich dann wissen, ob und wobei sie mitarbeiten würden?

Wir Menschen haben einen freien Willen erhalten. Das kann uns zu “halben Teufeln” oder zu “halben Engeln” machen. Aber wenn wir uns wirklich entwickeln wollen, dann ist das richtige Arbeit. Dann kann man sich nicht nur dumpf berieseln lassen, sondern man an sich selbst, an seiner eigensten inneren Essenz arbeiten.

Ich finde das sehr schwer. Nicht, einmal damit anzufangen…das ist leicht. Nein, es beizubehalten ist schwer. Es lauern tausend Ablenkungen, tausend Zerstreuungen, tausend Vergnügen. Sich ganz bewusst daraus zurück zu ziehen um zuerst einmal in Kontakt zur eigenen Seele zu kommen, das alleine ist schon eine schwere Aufgabe.

Darüber hinaus dann noch hinzuhören, die Antworten auf die Fragen zu hören

Wo stehe ich?

Wer bin ich?

Wo komme ich her und wo gehe ich hin?

Was ist meine Aufgabe?

Ich denke, die erste Aufgabe könnte sein, wirklich hinzuhören und der Zerstreuung (immer wieder) zu widerstehen.

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Nachtgedanken

Eigentlich wollte ich tagsüber schreiben. Heute haben die Umstände das nicht erlaubt. Somit werden es Nachtgedanken. Nachts ist die Welt anders. Es ist stiller und geheimnisvoller, die Gedanken driften in die Weite.  

In der Nacht wirken andere Kräfte. Man zuckt zusammen, wenn man ein unbekanntes Geräusch hört. Das geschieht tagsüber nicht. Eigentlich wollte ich heute Morgen etwas über das “Tiere essen” schreiben. Das beschäftigt mich sehr.

Ich habe alle Kritiken über das Buch von Jonathan Safran Foer mit dem gleichen Titel gelesen. Und ich denke, das wird meine nächste Lektüre. Wieviel Grausamkeit die “Fleischindustrie” doch beinhaltet. Nicht, dass das Wissen und die Kritik daran neu ist, aber auch ich hatte immer wieder Fleischessphasen in denen ich mich von der Erkenntnis und dem Wissen um diese Grausamkeit distanziert habe. Ich habe es verdrängt. Ich denke, das muss man auch, wenn man Fleisch isst. Kaum jemand tut es in dem Bewusstsein um all das abgrundtief Hässliche, das dahinter steht. Dann würde es nicht schmecken. Mir hat es sowieso nie geschmeckt. Ich habe es oft aus Einfallslosigkeit gekocht und gegessen. Momentan kann ich mir das gar nicht mehr vorstellen.

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Blogstart – Betroffenheit

Mein erster Tag als Blogger.
Werde ich jeden Tag bloggen, wie ich es mir vorgenommen habe? Taggedanken, war das Wort, das mir einfiel, als ich heute die google news gelesen habe. In Bregenz wurde gestern ein Kleinkind erschlagen. Was macht das mit mir? Was fühle ich? Betroffenheit. Betroffenheit ohne Ventil. Wo soll ich hin mit den Gedanken, die mir dazu durch den Kopf gehen? Ich weiß es nicht, daher greife ich zu wordpress. Vielleicht liest es wer da draußen. Vielleicht gibt es mehr Menschen, die das Gefühl haben, wir müssten bessere Menschen werden. Natürlich jetzt kann man eine Hasstirade auf den Täter anstimmen. Doch hilft das? Hilft das irgendwem? Betroffenheit schlägt leicht in Hass um. Doch kommen wir damit auch nur einen winzigen Schritt weiter? Aber wie kommt man weiter. Was ist zu tun? Gibt es etwas zu tun?
Angesichts der tausend Missstände in der Welt bin ich so klein. Was nützt meine Betroffenheit? Aber haben nicht immer schon Menschen aus ureigenster Betroffenheit Großes erreicht?
Was ist mit Hermann Gmeiner, hat er nicht aus eigener Betroffenheit – nämlich Betroffenheit im wortwörtlichsten Sinne – die Kinderdörfer gegründet. Was wäre gewesen, wenn er sich auch zu klein gefühlt hätte? Er war betroffen indem er die Mutterlosigkeit am eigenen Leib erfahren hatte. Das wollte er anderen Kindern ersparen.
Doch wenn man im Freundeskreis so etwas äußert finden sich immer Millionen von Argumenten, warum es bei ihm oder bei anderen, wie zum Beispiel bei Karl-Heinz Böhm etwas Anderes war. Es war eine andere Zeit, oder er war berühmt.
Warum sind Menschen – Freunde auch – immer so schnell bei der Sache solche Gedanken vom Tisch zu wischen.
Ich trau mich gar nicht mehr zu äußern, dass ich gerne was tun möchte gegen das Elend in der Welt.
Immer sitzt wer am Tisch der erklärt, warum es nicht geht, oder warum es nicht sinnvoll ist.
Vielleicht ist gerade das die Herausforderung. Nicht zu warten, bis es jemand gut findet, sondern einfach tun.
Applaudieren tun die Menschen eh erst hinterher. Aber geht es um den Applaus? In der Sache naürlich nicht. Aber es fällt schwer etwas anzufangen, wenn keiner es gut findet. Das kostet Mut. Sehr viel Mut. Und es macht so verdammt einsam. Aber bin ich das jetzt nicht auch? Zumindest in dieser Sache?
Es gibt so viel zu tun. Und da ist er wieder der Gedanke: Ich bin so klein. Wo soll ich beginnen?
Bringt mich dieser wordrap weiter?
Betroffenheit. Dieses Wort sagt viel aus. Man kann keine Betroffenheit fühlen, wenn es einen nicht selbst trifft – betrifft. Aber betrifft mich nicht alles, das in der Welt geschieht.
Rudolf Steiner hat – glaub ich – sinngemäß diesen Satz gesagt: Menschen werden zukünftig nicht mehr glücklich sein können, solange sie wissen, dass andere Menschen unglücklich sind.
Das trifft mein Gefühl am ehesten. Auch wenn meine Welt gerade in Ordnung ist, weiß ich doch, dass genau in diesem Augenblick die Welt für Millionen andere Menschen NICHT in Ordnung ist. Sie verhungern, sie sterben an vermeidbaren Krankheiten, sie leiden unter Lieblosigkeit, sie frieren – körperlich und seelisch – und da soll ich sitzen und mich meines Glückes freuen? Wie soll das gehen? Wenn ich das doch alles weiß?
Aber verzweifeln ist auch keine Lösung. Manchmal spreche ich mit Gott und frage ihn, warum ich ständig das Gefühl habe, all den Mist den ich nicht alleine verbrochen habe, wieder gut machen zu müssen.
Aber er gab mir bislang dazu keine Antwort.
Warum können andere Menschen einfach ihr Leben genießen? Ist es fortschrittlicher so zu denken und zu empfinden wie ich? Auf jeden Fall ist es anstrengender.
Und bis jetzt habe ich nicht ernsthaft etwas gegen das Elend da draußen unternommen.
Doch, ein paar Kleinigkeiten. Ich esse wieder kein Fleisch mehr, ich schenke Bettlern auf der Straße ein wenig Geld, ich habe Pakete gepackt für Weihnachten im Schukarton. Doch das ist so verdammt wenig!
Vielleich finde ich den Weg, indem ich das alles aufschreibe.
Nur, wird das wer lesen wollen? Wollen wir nicht alle liebr lustige Dinge lesen? Vielleicht schreibe ich an anderen Tagen Lustiges. Heute ist Betroffenheit angesagt.

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